Usability-Tests
Tiefe Einblicke in die Köpfe und Herzen von Kunden und Nutzern gewinnen - und zur Produktoptimierung nutzen.
Der Usability-Test ist in seiner Form als Usability Labor-Test die bekannteste Methode, um die Gesamtheit der Erfahrungen Ihrer Zielgruppe(n) bei der praktischen Nutzung Ihrer interaktiven Produkte zu ermitteln. Sinnvolle Alternativen bzw. Ergänzungen hierzu sind Usability-Expertenanalysen, Eye Tracking sowie Diary Studies.
Die Basis dieser inzwischen weit verbreiteten Methode zur endkunden-zentrierten Qualitätssicherung interaktiver Produkte und Services bilden die dabei eingesetzten realistischen Test-Ansätze: Bei unseren Usability-Tests veranlasssen wir Ihre potenziellen Benutzer bzw. Kunden in wirklichkeitsnahen Szenarien, typische Aufgaben unter Einsatz Ihres Produkts oder unter Verwendung Ihrer Dienstleistung zu lösen.
Die Probanden werden dabei von uns gebeten, während der Aufgabenlösung ihre jeweiligen Eindrücke und Gedanken auszusprechen. Durch diese Methode des Lauten Denkens (Engl. "Thinking aloud") werden die hinter den individuellen Aktionen liegenden Motivationen deutlich. Dies wiederum macht positive wie negative Ereignisse in ihrer Auswirkung auf Ihre Kunden und Nutzer auch für Usability-Nichtfachleute - wie z. B. die Mitglieder Ihres Teams - transparent und leicht verständlich.
Zu Dokumentationszwecken zeichnen wir jede individuelle Testsession auf Video auf. Zum Ende jedes Einzeltests vertiefen das darin gewonnene Wissen durch qualitative Befragungen in Form von Interviews oder Fragebögen.
Hierdurch wird ein komplexes Bild der Interaktion zwischen Mensch und Testobjekt geliefert, welches tiefgreifende Einblicke in die tatsächlichen Stärken und Schwächen kommerzialisierbarer Endkunden-Erzeugnisse aus Sicht der Zielgruppe zulässt. Dies umfasst auch die objektive und unabhängige Beurteilung "weicher" Qualitätsfaktoren wie z. B. das sogenannte Look & Feel der grafischen Elemente auf der Grundlage nachvollziehbarer, realistischer Feldbeobachtungen.
Usability-Tests decken somit die gesamte Nutzungserfahrung (oder "User Experience") von Zielgruppen realistisch und praxisnah ab. Dabei sind sie über den vollständigen Lebenszyklus fast aller durch Menschen nutzbarer Erzeugnisse und Dienstleistungen einsetzbar. Ihre größte Wirksamkeit entfalten sie jedoch während der Entwicklungsphase, da sie dort für eine frühestmögliche Weichenstellungen im Bezug auf die Erfüllung von Endkundenbedürfnissen sorgen.
Getestet wird mit einer kleinen Stichprobengröße von 5 bis 15 Personen und einem Zeitrahmen von 30 bis 90 Minuten je Testperson. Dieser Ansatz bietet das beste Verhältnis von Aufwand zu Nutzen: Diese Probandenzahl reicht aus, um die Mehrheit (eine namhafte Quelle spricht von mehr als 80%) aller gravierenden Unzulänglichkeiten aufzudecken und so entscheidende Optimierungsimpulse zu setzen, gleichzeitig aber den Auswertungsaufwand zu begrenzen. Sollen statistisch relevante Aussagen getroffen werden, sind mindestens 30 Probanden notwendig.
Klassischer Weise finden Usability-Tests unter sogenannten fixed setting-Bedingungen statt: Eine Live-Beobachtung des Testgeschehens erfolgt durch den Einsatz halbdurchlässiger Spiegel in einem stationären Prüflabor. Die gleiche Beobachtungs-Qualität erlauben auch mobil einsetzbare remote settings, bei denen die zeitparallele Verfolgung der Testvorgänge ortsunabhängig durch internet-basierte Übertragungstechnik des Testgeschehens ermöglicht wird. Beide Ansätze besitzen je nach Anwendungsgebiet spezifische Vorteile.
